Dysphagie
Eine Dysphagie ist eine Schluckstörung. Die Schluckbeschwerden können
beim Essen und Trinken, aber auch beim Abschlucken von Speichel
auftreten und zwar in allen Phasen des Transportweges vom Mundraum über
den Rachen, die Speiseröhre bis hin zum Mageneingang.
Therapie: Mit restituierenden Verfahren versucht man, die
muskulären Voraussetzungen für normales bzw. annähernd normales
Schlucken wiederherzustellen. Dazu gehört das Erarbeiten einer guten
Kopf- und Körperhaltung, die Tonisierung der Muskelspannung sowie das
Training der für das Schlucken relevanten Muskulatur.
Kompensatorische Maßnahmen werden eingesetzt, wenn eine
vollständige Normalisierung der Schluckfunktion nicht gelingt oder
nicht zu erwarten ist. Hier kann in vielen Fällen trotz bestehender
Störung mit Hilfe verschiedener Techniken die Effizienz des
Nahrungstransportes optimiert und so das Schlucken verbessert
werden.
Bei adaptierenden Verfahren werden die äußeren Bedingungen so an
die Störung angepasst, dass es zu einer Verbesserung der
Nahrungsaufnahme und des Schluckens kommt, ohne dass eine aktive
Mitarbeit des Betroffenen notwendig ist. Hier wird die Konsistenz der
Nahrung und die Bolusgröße sowie die geeignete Platzierung der Nahrung
an die Schluckstörung angepasst. Des weiteren können spezielle Ess- und
Trinkhilfen, wie rutschfeste Unterlagen, Teller mit erhöhtem Rand,
Bestecke mit verstärkten Griffen oder weite Trinkgefäße die
Nahrungsaufnahme erleichtern. Auch Hilfestellung während der
Essensbegleitung können den Schluckvorgang erleichtern.
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